Das das sogenannte Rudelrauchen, also der Shishagenuss im Kreise der Familie oder guter Freunde, einige – von der Einzelnutzung abweichende – Überlegungen
bedarf, habe wir schon im Beitrag zu den mehrschläuchigen Shishas erläutert.
Dies betraf in den bisherigen Ausführungen allerdings vorrangig die Anzahl der Schläuche und ggfls. noch die Nutzung von Wegwerfmundstücken zur Gewährleistung der nötigen Hygiene.
Dreifachkopf für Shisharunden
Der Spaß einer Session wird jedoch noch andere Faktoren bestimmt. U.a. betrifft dies für viele Shishafans die Möglichkeit nicht nur über verschiedene Tabakaromen abzustimmen, sondern diese nach Möglichkeit auch zu individuellen Mischungen zu verarbeiten. Hierfür eignen sich sich Mehrfachköpfe prima, da man hier die Mischung in einem Kopf und die dadurch verursachten geschmacklichen Beeinträchtigungen (Aromaübernahme des Materials) vermeiden kann. Einfach jede Sorte in einen separaten Kopf gegeben und den Blend durch die Schläuche genießen. Die durch die Mehrfachfüllung entstehende Mehrmenge verlängert darüber hinaus die Session nicht unerheblich.
Hier ein kleines Video eines typischen Doppelkopfes:
Die vorherrschende Gesetzeslage, die Wasserpfeifentabak auf einen maximalen Feuchtiggehalts von 5% beschränkt, treibt anscheinend zunehmend Betreiber von Shishacafes und ähnlichen Lokalen auf Abwege. So konnten saarländische Zollfahnder nun einen Erfolg verbuchen und in einem “einschlägigen” (Szenejargon beim Zoll) Lokal insgesamt 6 Kilogramm unverzollten Wasserpfeifentabak sicherstellen. Damit nicht genug, wurde auch in Wiesbaden eine ähnliche Gaststätte vom selben Betreiber besucht, worauf weitere 69 Kilogramm Shishatabak sichergestellt werden konnten. Der aus Afghanistan stammende Besitzer der beiden Lokale muss sich jetzt auf ein Strafverfahren wg. Steuerhinterziehung einstellen.
Die seit 1997 geltende Regelung, wonach Tabakprodukte max. 5% Feuchtigkeit aufweisen dürfen, wurde ursprünglich zum Schutz des Verbrauchers vor gestreckter Ware eingeführt. Da allerdings feuchtigkeitsreduzierter Shishatabak einen Grossteil der Rauchperformance und damit des Rauchgenusses zunichte macht, versuchen immer mehr Shishafreunde (und auch professionelle Betreiber) sich originalen Tabak mit bis zu 30% Feuchtigkeit aus orientalischen Herkunfstländern illegal zu besorgen. Ein weiterer Fall, wo die Gesetzgebung an der Realität bzw. an den Bedürfnissen des Konsumenten eher vorbeigeht.
Auf http://www.wasserpfeifen-tabak.org werden in leider recht unregelmäßiger Abfolge Shisha-Tabake verschiedener Hersteller und Geschmacksrichtungen vorgestellt. Unter dem Motto “Alles außer Schinkengeschmack” wird dabei jeder Mundhöhle aufs Maul geschaut. Kriterien sind Geschmack, Dicke des Rauchs, Zeitdauer der Rauchbarkeit einer Portion, Haltbarkeit des Tabaks und Preis. Die sehr subjektiven Rezensionen sind natürlich nur als Anregung zu gebrauchen, letztlich entscheidet der Shishafan eh nach Gusto.